Vom Base Camp Wesenberg aus die Mecklenburgische Kleinseenplatte erkunden

ein Bericht von Anne Stammer

14. - 21. Juni 2025 · SV Union Wesenberg e.V. - Abt. Kanu (Woblitzsee)

In Wirklichkeit ist es immer noch viel schöner, als man es sich vorstellen kann.

 

Wir hatten die Möglichkeit, an der von einem Vereinsmitglied ausgeschriebenen Vereinsreise an den Woblitzsee teilzunehmen.

Wir kannten die fürsorgliche und umsichtige Art des Reiseleiters schon von einer Pfingstfahrt und vom Freitagspaddeln, zudem stellten wir uns das Paddeln auf den Mecklenburgischen Seengewässern ausgesprochen reizvoll vor. Wir haben uns für die Reise angemeldet und waren voller Vorfreude.

 

Der Reiseleiter hatte die Reise toll vorbereitet und für die Woche waren Tourenvorschläge digital verteilt worden. So konnten wir uns über Wasserkarten sitzend schon mal fröhlich einstimmen. Der Vereinstrailer war reserviert und für den Vortag der Anreise lud der Reiseleiter zum Beladen. Der mit unseren schönen Booten geladene Trailer stand sicherheitshalber über Nacht an einem unter Aufsicht stehenden Platz.

Dort wurde er von zwei Mitreisenden per Auto nach Wesenberg gebracht. Am Woblitzsee angekommen, lernten sich die Teilnehmenden zum ersten Mal als Gruppe kennen.

 

Wie sich in den folgenden Tagen herausstellte, eine ganz wunderbare Gruppe, die in Gemeinschaft durch Rücksicht und Hilfsbereitschaft sozial hervorragend funktionierte. Dass das so sein konnte, lag nicht nur an den einzelnen Teilnehmenden, sondern auch an der guten Fahrtenleitung, die stets alle irgendwie, ich weiß nicht wie, ins Boot holte.

Unsere Base Camp war das Vereinsgelände des SV Union Wesenberg. Ein wunderschöner Platz direkt am Woblitzsee. Der SV Union Wesenberg ist eine DKV Station mit der Möglichkeit, ein Zelt aufzuschlagen, ein Reisemobil oder einen Wohnwagen aufzustellen. Mit dieser Bandbreite an Campingbehausungen sind wir angereist. Der Knaller dabei war das Auto unserer ältesten Mitreisenden, ein Volvo Kombi, den sie mit Vorzelt ausgestattet zu einem Reisekombi umfunktioniert hatte.

Wie das Wetter am 14.06.25 in Schleswig war, erinnere ich nicht. Bei Ankunft in Wesenberg hatten wir jedenfalls schönstes Sommerwetter. Einige von uns, nein, eigentlich alle, anfangs vielleicht noch etwas schüchtern, haben den Badesteg des Vereinsgeländes genutzt und sind in glasklares, lebendiges Wasser gesprungen. Das Besondere am Baden in Ländern der ehem. DDR ist die Freikörperkultur. Baden mit Badeanzug ist ein no go. Ich kann sagen, es gibt kaum ein schöneres Sommervergnügen als ohne Badeanzug zu baden. Dass wir alle so ins Wasser gesprungen sind, zeugt von großem gegenseitigen Vertrauen, das sich in der gemeinsamen Woche vertieft hat.

Die Tage begannen zu einer moderaten Zeit mit einem gemeinsamen Frühstück. Jeweils an den Vorabenden wurden die Bootstouren besprochen und geplant. Da wir oftmals Touren mit bestimmten Einstiegs- und davon entfernten Ausstiegsstellen geplant hatten, war eine besondere Bring- und Hol-Logistik mit den PKWs nötig - das war schon sehr ausgeklügelt, und es hat sich immer gelohnt.

Wir sind schönste, sehr abwechslungsreiche Touren gepaddelt: Über Seen mit wunderschönen Seerosen, durch Schleusen, zuweilen gemeinsam mit Freizeitkapitänen, die ihre Boote nur mühsam beherrschten, an landschaftlich schönen Ufern entlang mit einer vielfältigen Vogelwelt.

Landschaftlich und für den Paddelsport ist dieses Seengebiet ein Paradies. Die Touren hatten etwa eine halbe Tageslänge, an den Nachmittagen wurde eingekauft, und jede/r trug etwas zum gemeinsamen Abendesse bei. Das hat ganz wunderbar geklappt.

Wir würden zu jeder Zeit und super gerne wieder eine solche Paddelreise unternehmen! Vielen Dank für diese schöne Erfahrung, die wir machen durften.

Aktuelles rund um unseren Verein

Von spannenden Vereinsaktivitäten bis zu wichtigen Ankündigungen. Unsere Vereinsmitglieder sind ständig in Bewegung. Wir freuen uns, diese Momente mit Dir zu teilen!

Pfingstfahrt 2026 an die Gennerbucht

22. - 25. Mai 2026 · Sønderballe Camping (Haderslev, DK)

Etwa 40 Vereinsmitglieder nahmen an der Pfingstfahrt teil. Das Lager wurde auf dem Campingplatz Sonderballe in der Gennerbucht an der dänischen Ostseeküste aufgeschlagen. Übernachtet wurde im Auto, Wohnmobil, Wohnwagen oder im Zelt. Die jüngste Teilnehmerin war Charlotte, vier Monate alt. Auch zwei Hunde, Amsel und Iggi, waren mit angereist.

Der Campingplatz bot der Gruppe viel Platz am Waldesrand, abseits von den anderen Campern. Das Wahrnehmen von Kuckuck, Goldammer, Waldkauz und Fledermäusen zeigte die Naturnähe des Platzes.

Was das Pfingsterlebnis perfekt machte, war das Wetter: angenehme Temperaturen, viel Sonne und zumeist moderater Wind aus West.

Unsere Wanderwartin Luisa leitete die große Gruppe kompetent mit klaren Ansagen: einmal Pfeifen hieß: warten, zweimal Pfeifen: weiterfahren. Am ersten Tag standen zwei Strecken zur Auswahl. Alle verließen die Gennerbucht Richtung Südost, ein Teil der Gruppe machte hinter Loddenhoj Pause, während der andere Teil noch die Insel Barsö umrundete und an der Ostseite der Insel im Lee an einem wunderschönen Strand die Tour unterbrach. Der Rückweg wurde dann wegen des auffrischenden Windes doch noch etwas anstrengend.

Am zweiten Tag war die Djernaesbucht im Norden das Ziel. Unterwegs konnte die Gruppe eine auf einem Stein ruhende Robbe beobachten. Dank Luisas eindeutiger Hinweise blieb ein Mindestabstand zu dem Tier gewahrt. Sonst hätte es leicht passieren können, dass die Robbe fluchtartig den Stein verlassen hätte, denn nur im Wasser schwimmend fühlen sich die Tiere sicher.

Am Samstagabend fanden sich alle zu einer langen Tafel zusammen und jeder steuerte etwas Leckeres zum Büffet bei. Auch beim Camping kann man köstliche Mahlzeiten genießen.

Es war eine besonders gelungene Pfingstfahrt mit einem harmonischen Miteinander von Jung und Alt.

Großen Dank an Luisa!

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SKC Kino-Abend

08. Februar 2026 · Bootshaus

Am 8. Februar gab es bei uns im SKC mal was neues: einen Kino-Abend. Thematisch sollte es authentisch bei Kajak-Filmen bleiben.

Gemütlich eingerichtet und mit Popcorn und Getränken bewaffnet (wie im echten Kino eben) ging es mit dem ersten Film zum traditionellen Kajakbau in Kanada los und wie die First Nation sich dort durch das Handwerk wieder mit ihren Traditionen verbinden.

Danach haben wir zwei Kajaker begleitet, die im Film "Paddle to Seattle" über 1000km in selbst gebauten Seekajaks von Alaksa nach Seattle gepaddelt sind.

Einen Blick in die Welt des Wildwassers gab uns der erste Teil einer Doku-Reihe in Chile ("Whitewater Documentary - Chile"). Eine Gruppe von Freunden aus Deutschland reist vom Norden in den Süden von Chile und nehmen unterwegs jedes Wildwasser mit das sie finden können.

Zum Schluss wurde es wieder ein wenig ruhiger im Gewässer. Im Film "1111 km - von süß zu salzig" begleiten wir einen Paddler auf seiner herausfordernden Reise auf dem SUP von Konstanz am Bodensee bis in die Nordsee... In 23 Tagen!

Wieder Mal ein geselliger Abend im SKC mit Blicken in andere Paddel-Kategorien!

Vielen Dank an alle die dabei waren und uns fleißig mit Snacks versorgt haben.

PS: Alle Filme könnt ihr euch auf YouTube anschauen

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Sicherheitstraining am Bootshaus

02.-03. August 2025 · Bootshaus

Etwa ein Dutzend Mitglieder des SKC hatten sich für das Sicherheitstraining am Bootshaus für
Samstag, den 2. August, angemeldet.
 
Als man sich um 14 Uhr traf, warnte der Deutsche Wetterdienst vor Gewitter. Deshalb ging es
nicht aufs Wasser, stattdessen bereitete man die Übungen theoretisch vor. Der Praxisteil wurde
einvernehmlich auf Sonntagmorgen um 9 Uhr verlegt.
 
Der Sommer grüßte dann in diversen Grautönen und leichtem Dauerregen, aber es sollte ja
sowieso ins Wasser gehen. Das Herzstück des Pogramms ist der nasse Ausstieg aus dem Kajak,
das Lenzen des Bootes und der Wiedereinstieg mit Partnerhilfe. Es wurde zudem ausprobiert,
wie man im Notfall einen Gekenterten ohne Boot, nachdem eventuell ein Wiedereinstieg
misslungen ist, in Richtung Land transportieren kann. Die enge Umklammerung der Bootsspitze
des Rettenden in Rückenlage erwies sich als einzige Chance.
 
Nach den Übungen sammelte die Gruppe Rückmeldungen zu den Aktionen, was für alle
Beteiligten sehr interessant war. Hier einige Aspekte:
Das Kentern und Wiederaufdrehen direkt vor dem Steg kam sehr gut an und wurde als
optimales "Warming-up" für den Ausstieg weiter draußen empfunden. Alternativ zu dem
Paralleleinstieg wurde der "Heel Hook" (Hackentrick) geübt, er wurde von den meisten
Übungen favorisiert. Das Bewegen im Wasser mit Trockenanzug und Schwimmweste war
ungewohnt; für die optimale Position im Moment des Wiedereinstiegs ist der Kraulbeinschlag
unabdingbar. Eine Teilnehmerin vermerkte, dass sie überrascht war, wie gut die
Rettungsmethoden klappen. Das vorherige Anschauen von Videos hatte sie zweifeln lassen.
Knappe und klare Instruktionen hatten ihr sehr geholfen.

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